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Der Hof des Triple-Double-Königs: Wer besitzt wirklich die All-Around-Krone der NBA?

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📅 23. März 2026⏱️ 4 Min. Lesezeit
Veröffentlicht 2026-03-23 · Welche NBA-Spieler haben die meisten Triple-Doubles aller Zeiten?

Wenn Sie "Triple-Double" hören, denken Sie wahrscheinlich sofort an Russell Westbrook. Und ja, aus gutem Grund. Der Typ hält den Rekord, ganz einfach. Er hat Oscar Robertsons Marke vor ein paar Jahren übertroffen und nicht mehr zurückgeblickt. Zum Zeitpunkt dieses Schreibens hat Westbrook unglaubliche 199 Triple-Doubles in seiner Karriere. Denken Sie mal darüber nach. Das sind fast zwei volle Saisons an Spielen, in denen er zweistellige Werte bei Punkten, Rebounds und Assists erzielt hat. Das ist eine wirklich verrückte Statistik, besonders wenn man bedenkt, wie sehr sich das Spiel verändert hat.

Aber die eigentliche Debatte dreht sich nicht nur um Westbrooks Zahl; es geht darum, was diese Zahl in der heutigen NBA tatsächlich bedeutet. Ist es reine statistische Dominanz oder ein Nebenprodukt davon, jahrelang fast jeden Ballbesitz in den Händen zu halten? Westbrook ist ein erbitterter Wettkämpfer, und seine MVP-Saison 2016-17, in der er über die gesamte Saison ein Triple-Double erzielte (31,6 Punkte, 10,7 Rebounds, 10,4 Assists), war unbestreitbar historisch. Er tat dies erneut in den Saisons 2017-18, 2018-19 und 2020-21. Das hat noch niemand sonst geschafft.

**Der Big O und das Verfolgerfeld**

Bevor Westbrook die Rekordbücher neu schrieb, war Oscar Robertson jahrzehntelang der unbestrittene König. "The Big O" beendete seine Karriere mit 181 Triple-Doubles, eine Zahl, die lange Zeit unerreichbar schien. Er erzielte in seiner zweiten Saison, 1961-62, ein Triple-Double im Durchschnitt mit 30,8 Punkten, 12,5 Rebounds und 11,4 Assists. Das ist rohe, unverfälschte Dominanz ohne den Vorteil des heutigen Tempos und Raums. Man kann argumentieren, dass seine angesichts der anderen Ära und der kleineren Statistikbögen schwieriger zu erzielen waren.

Hier wird es jedoch interessant. LeBron James klettert stetig diese Liste hinauf. Er liegt derzeit mit 111 Triple-Doubles auf dem dritten Platz aller Zeiten. Angesichts seiner Langlebigkeit und seiner anhaltenden Fähigkeit, jeden Aspekt des Spiels zu beeinflussen, ist es nicht ausgeschlossen, dass er Robertson überholt. James hatte allein in der Saison 2017-18 18 Triple-Doubles und zeigte damit, dass er bei Bedarf immer noch aufdrehen kann. Er braucht nur noch 71, um mit Oscar gleichzuziehen. Das ist eine enorme Leistung, aber für LeBron? Man kann ihn nie abschreiben.

Jason Kidd liegt mit 107 auf dem vierten Platz. Kidd war ein wahrer Point-Guard-Maestro, ein Zauberer mit dem Ball, der mit größeren Spielern rebounden konnte. Er war kein großer Scorer, aber seine Spielübersicht und sein Gespür für Rebounds waren legendär. Nikola Jokic, der zweimalige MVP, liegt bereits mit 105 auf dem fünften Platz. Und hier ist meine gewagte These: Jokic wird LeBron und Kidd innerhalb der nächsten zwei Saisons übertreffen und seine Karriere als Zweiter aller Zeiten beenden, und schließlich Westbrook herausfordern, wenn er lange genug spielt. Jokics Spiel basiert auf der Spielgestaltung und dem Rebounding, und er ist erst 29 Jahre alt. Er hatte 29 Triple-Doubles in einer einzigen Saison (2022-23) und hat bereits 18 in dieser Saison (2023-24). Das ist ein lächerliches Tempo.

**Das moderne Triple-Double und das Vermächtnis**

Wilt Chamberlain rundet die Top Sechs mit 78 Karriere-Triple-Doubles ab. Denken Sie an die Ära, in der er spielte – weniger Ballbesitze, andere Regeln. Wilts Zahlen sind immer verblüffend, und dies fügt seinem legendären Status nur eine weitere Ebene hinzu. Sein berühmtes Triple-Double von 1968 mit 53 Punkten, 32 Rebounds und 14 Assists wird immer noch diskutiert.

Die Art und Weise, wie wir Triple-Doubles bewerten, hat sich jedoch geändert. Früher waren sie eine seltene Leistung, ein Zeichen für einen unglaublich vielseitigen Spieler. Jetzt, mit schnellerem Tempo und mehr Ballbesitzen, kommen sie häufiger vor. Aber das schmälert nicht die erforderliche Fähigkeit. Es braucht immer noch einen besonderen Spieler, um das Spiel auf drei verschiedene Arten zu beeinflussen.

Und während Westbrook den Rekord hält und wahrscheinlich noch lange halten wird, dreht sich die Diskussion über den *größten* Allround-Einfluss nicht allein um diese Zahl. Es geht um Effizienz, Siege und darum, wie sich diese Statistiken in den Teamerfolg übersetzen. Westbrooks Spielweise mit hoher Nutzung führte oft zu beeindruckenden Zahlen, aber nicht immer zu tiefen Playoff-Läufen. Jokics Triple-Doubles hingegen führen fast immer zu Siegen.

Meine kühne Vorhersage: Bis zu seiner Pensionierung wird Nikola Jokic mehr Karriere-Triple-Doubles haben als Oscar Robertson.