Paul George stand letzte Woche vor den Kameras, eine zerknirschte Figur im Clippers-Trainingsshirt. Er entschuldigte sich für das technische Foul, das ihm eine Ein-Spiel-Sperre einbrachte, und nannte es "inakzeptabel" und "egoistisch". Die Clippers verloren dieses Spiel, eine 109:95-Niederlage gegen die Timberwolves am 12. März, ein Spiel, in dem sie seine 22,8 Punkte pro Spiel dringend brauchten.
Er sagte alles Richtige. Er sprach darüber, seine Teamkollegen im Stich gelassen zu haben, darüber, den Moment zu verstehen. Kawhi Leonard, Gott segne ihn, unterstützte ihn und sagte, es zeige Georges "Leidenschaft". Hören Sie, ich verstehe es. Spieler sind frustriert. Offizielle treffen schlechte Entscheidungen. Aber das ist nicht Georges erstes Rodeo, und es ist sicherlich nicht das erste Mal, dass sein Temperament sein Team gekostet hat.
George kassierte am 4. März sein 16. technisches Foul der Saison gegen die Bucks. Das bedeutet eine automatische Ein-Spiel-Sperre. Es geschah im dritten Viertel eines engen Spiels, das Milwaukee schließlich mit 113:106 gewann. Er stritt sich über einen Nicht-Pfiff bei einem Drive. Er beendete das Spiel mit 29 Punkten, aber seine Frustration war deutlich. Früher in der Saison, am 10. Januar, wurde er gegen die Nuggets des Feldes verwiesen, nachdem er im vierten Viertel zwei schnelle technische Fouls kassiert hatte. Die Clippers führten mit 10 Punkten, als er ging; sie verloren dieses Spiel in der Verlängerung mit 122:116.
Die Sache ist die, George ist ein achtfacher All-Star. Er ist seit 2010 in der Liga. Er kennt die Regeln. Er kennt die Einsätze. Seine Entschuldigung wirkte weniger wie aufrichtige Reue und mehr wie eine notwendige Vorstellung. Die Clippers kämpfen um die Playoff-Platzierung und liegen derzeit mit einer Bilanz von 42-23 (Stand 14. März) auf dem vierten Platz in der Western Conference. Jedes Spiel zählt. Einen Spieler von Georges Kaliber wegen eines dummen technischen Fouls zu verlieren, ist in diesem Stadium einfach unentschuldbar.
Dabei geht es nicht nur um technische Fouls. Georges Scoring war eine Achterbahnfahrt. Er erzielte am 1. März 38 Punkte gegen die Pistons, gefolgt von nur 14 gegen die Bucks. Er trifft in dieser Saison 47,1 % aus dem Feld, ein Karrierehoch seit seiner Zeit in Indiana, und 39,5 % von der Dreierlinie. Das sind auf dem Papier großartige Zahlen. Aber die Konstanz, besonders in der Crunchtime, war ein Problem. Er hatte Phasen, in denen er wie ein MVP-Kandidat aussah, um dann für ganze Viertel zu verschwinden.
Erinnern Sie sich an die Bubble-Playoffs 2020? Die "Pandemic P"-Memes kamen nicht von ungefähr. Er traf in dieser Serie gegen die Nuggets nur 39,8 % aus dem Feld und 27,8 % von der Dreierlinie, darunter magere 10 Punkte in Spiel 7. Dieses Team verspielte eine 3:1-Führung. Dieses aktuelle Clippers-Team, mit Leonard, James Harden und Russell Westbrook, ist für einen tiefen Lauf gebaut. Sie können sich diese mentalen Aussetzer von einem ihrer Schlüsselspieler nicht leisten.
George sprach davon, sich auf das zu konzentrieren, was er kontrollieren kann, seine Energie zu kanalisieren. Großartig. Zeigen Sie es auf dem Spielfeld. Bei seiner Rückkehr gegen die Bulls am 14. März erzielte er 22 Punkte bei 8 von 17 Würfen bei einem 126:111-Sieg. Das ist ein guter Anfang. Aber ein Spiel löscht keine Saison voller Frustration aus.
Mal ehrlich: Die Clippers brauchen Paul George nicht als ihren emotionalen Anführer. Sie brauchen ihn als eine konstante, beidseitige Kraft, die ihre Bemühungen nicht durch vermeidbare Fehler zunichtemacht. Eine Entschuldigung ist nett, aber Taten sprechen lauter. Wenn die Clippers endlich den Durchbruch schaffen und eine NBA-Finalteilnahme erreichen wollen, muss George der reife, fokussierte Veteran sein, der er vorgibt zu sein, und nicht der Typ, der ständig mit den Offiziellen streitet.
**Kühne Vorhersage:** George kassiert vor dem Ende der regulären Saison mindestens zwei weitere technische Fouls, vermeidet aber eine weitere Sperre.