Vincent Goodwill hat neulich eine ziemlich interessante These aufgestellt, als er darüber sprach, dass Kevin Durant Michael Jordan auf der ewigen Scoring-Liste überholt hat. Er sagte im Grunde, dass KD seit 2019 ein effizienterer Scorer geworden ist, was auf den ersten Blick etwas verrückt klingt, wenn man bedenkt, was Durant in OKC und Golden State geleistet hat. Aber hier ist die Sache: Goodwill liegt nicht falsch. Die Zahlen bestätigen ihn, auch wenn es sich kontraintuitiv anfühlt, wenn man sich an diese verrückten Warriors-Teams von 2017 und 2018 erinnert.
Schauen Sie, Durant war schon immer eine Scoring-Maschine. Wir reden hier von einem Spieler, der in seiner dritten Saison in der Liga, 2009-10, durchschnittlich 30,1 Punkte pro Spiel erzielte. Das war eine phänomenale Saison, klar. Er traf in diesem Jahr 47,6 % aus dem Feld. Spulen wir vor zu seiner ersten vollen Saison in Brooklyn, 2020-21, nachdem er sich die Achillessehne gerissen hatte: Er erzielte durchschnittlich 26,9 Punkte, aber seine Feldwurfquote stieg auf 53,7 %. Seine True Shooting Percentage, die Dreier und Freiwürfe berücksichtigt, war in diesem Jahr mit 67,2 % ein Karrierehoch. Das ist ein signifikanter Sprung. Sogar in der letzten Saison mit den Suns, im Alter von 34 Jahren, erzielte Durant 29,1 Punkte pro Spiel bei 56 % Wurfquote und einer True Shooting Percentage von 67,7 %. Diese 56 % waren sein bester Wert seit der Saison 2017-18, als er 51,6 % traf.
**Die Post-Warriors-Evolution**
Die Achillessehnenverletzung, so brutal sie auch war, zwang Durant, sein Spiel noch weiter zu verfeinern. Er war bereits unaufhaltbar, aber die Post-2019-Version von KD agiert mit weniger hektischen Bewegungen und mehr chirurgischer Präzision. Er zieht immer noch aus 30 Fuß ab, trifft immer noch diese umkämpften Mid-Range-Jumper, aber er tut es mit weniger verschwendeten Bewegungen. Bedenken Sie: In seiner MVP-Saison 2013-14 erzielte Durant durchschnittlich 32 Punkte pro Nacht bei 50,3 % Wurfquote. Eine lächerliche Saison, absolut. Aber vergleichen Sie das mit seinen Zahlen von 2022-23: 29,1 Punkte bei 56 % Wurfquote. Er erzielte fast genauso viele Punkte bei deutlich weniger Versuchen und besserer Effizienz. Seine Usage Rate ist im Vergleich zu einigen seiner früheren Saisons sogar leicht gesunken, doch seine Scoring-Leistung bleibt elitär. Er wählt seine Spots besser, ganz einfach.
Und deshalb trifft Goodwills Punkt den Nerv. Es geht nicht um die Menge; es geht darum, dass jeder Wurf zählt. Jordan hatte trotz seines GOAT-Status Saisons, in denen seine Effizienz nicht ganz so hoch war wie die von Durant jetzt. MJs Karriere-True-Shooting-Prozentsatz lag bei 56,9 %. Durants liegt bei 62,4 %. Nun, die Ären sind anders, das Tempo ist anders, aber diese Zahlen sind keine Fata Morgana. Sie erzählen die Geschichte eines Spielers, der selbst nach einer karriereverändernden Verletzung einen Weg gefunden hat, mit dem Ball in den Händen noch verheerender zu sein. Man kann argumentieren, dass er defensiv einen halben Schritt verloren hat, aber offensiv ist er ein Cheat-Code. Meine kontroverse These? Diese Version von Durant, die wir nach 2019 gesehen haben, ist die ausgefeilteste Offensivwaffe, die die Liga je gesehen hat, noch mehr als Prime Stephen Curry oder LeBron James. Seine Kombination aus Größe, Können und Wurfgefühl ist einfach unübertroffen.
Der Mann hat gerade Michael Jordan mit 29.203 Karrierepunkten überholt. Das ist nicht nur eine Fußnote; es ist ein Beweis für anhaltende Exzellenz. Er wird diese Liste weiter erklimmen, Wilt Chamberlain überholen, LeBron überholen. Er wird nicht aufhören.
Kühne Vorhersage: Kevin Durant wird seine Karriere als einer der drei besten Scorer aller Zeiten beenden und Karl Malone bis zum Ende seines nächsten Vertrags übertreffen.